Aktuelles 2012
Erste Punkte in den ADAC Kart Masters
Am vergangenen Wochenende (11.-13.05.12) ging ich beim zweiten Saisonlauf der ADAC Kart Masters im südbayrischen Ampfing an den Start. Nach dem verkorksten Saisonstart in Oschersleben konnte ich nun meine ersten Punkte in dieser hart umkämpften Rennserie erzielen.
Die freien Trainings am Freitag ließen noch eher wenig verlauten, was an diesem Wochenende wohl möglich sein sollte. Gesundheitliche Probleme, einerseits durch eine Krankheit, andererseits durch
die klimatischen Gegebenheiten, machten mir das Leben schwer. Zwar waren diese Probleme bereits Samstags wieder vergessen, ausgelöst wurde dies allerdings durch Regen.
Bekannterweise komme ich mit nassen Verhältnissen eigentlich sehr gut zurecht, doch es kam anders als gedacht. Einerseits hatte ich nahezu keine Erfahrungen mit dem X30-Motor im Regen, zum
anderen hatte ich keinerlei Erfahrung mit meinem neuen Chassi im Regen. Folge war, dass ich keine richtige Abstimmung für die nassen Verhältnisse fand und somit in dem extrem engen Feld praktisch
im Nirgendwo verschwand. Platz 29 unter 33 Startern aus ganz Deutschland und dem Ausland bedeutete schließlich erneut eine denkbar schlechte Ausgangsposition für die Rennen am Sonntag, ähnlich
wie bereits in Oschersleben drohte das Wochenende ein Debakel zu werden. Doch es kam anders.
Dass ich wie immer stark im Überholen sein würde, wusste ich. Dass ich an diesem Wochenende im Trockenen wohl deutlich besser unterwegs sein würde als im Nassen, ebenfalls. Dass der Sonntag zwar
ein kühler, aber trockener und sonniger Renntag werden sollte, spielte mir in die Karten. Und es kam alles zusammen.
Mein Start ins erste Rennen war eher zurückhaltend, in weiser Voraussicht, dass es in der ersten Kurve wohl ordentlich zur Sache gehen würde, und somit einem erneuten Startunfall wie bereits in
Oschersleben aus dem Weg zu gehen. Die Taktik zahlte sich aus, es kam dort tatsächlich zum Crash, aber ich konnte glücklicherweise ausweichen. Die Aufholjagd begann. Wie schon in Oschersleben und
Hagen schnappte ich mir einen nach dem anderen. Platz um Platz schob ich mich nach vorne. Das Highlight meiner Aufholjagd war dann die letzte Runde. In der letzten Kurve setzte ich noch einmal
alles auf eine Karte und versuchte ein Überholmanöver an einem Vordermann. Ich bremste mich innen hinein und versuchte vorbeizugehen. Zwar schaffte mein Mitkonkurrent es, sich wieder vor mich zu
setzen, aber ich kam schneller aus der letzten Kurve heraus und beschleunigte ihn auf der Zielgeraden wieder aus. In einem Fotofinish sicherte ich mir tatsächlich noch mit einer Frontspoilerlänge
Vorsprung den zufriedenstellenden 15. Rang. Bilanz aus 18 Rennrunden: Immerhin 14 Fahrer geschnappt, als Rookie in dieser heiß umkämpften Rennserie durchaus ansehlich, denke ich.
Im zweiten Rennen konnte ich dann ebenfalls überzeugen, zwischenzeitlich lag ich sogar auf Platz 8, musste dann aber meinen abbauenden Reifen Tribut zollen und mit am Schluss mit einem 11. Platz
im Finale begnügen. Somit standen, abzüglich Gaststarter, die nicht in die Wertung mit einfließen, ein 13. und ein 10. Platz zu Buche; in Anbetracht aller Umstände ein gutes Ergebnis.
Ich bin hochzufrieden, auf der äußerst anspruchsvollen und mir bislang völlig unbekannten Strecke in Bayern bestanden und mich behauptet zu haben. Gute Vorzeichen also für das nächste Rennen der ADAC Kart Masters in Kerpen, endlich auf einer Strecke, die ich besser kenne als die deutlich weiter entfernten Kurse im Süden und Osten Deutschlands. Ich hoffe natürlich meinen Aufwärtstrend aus den letzten Rennen beibehalten zu können und bin gespannt, was die kommenden Veranstaltungen bringen werden. Vor dem Rennen in Kerpen steht aber erst einmal noch die dritte Saisonstation des Westdeutschen ADAC Kart Cup auf dem Plan, am Pfingstwochenende werde ich im hessischen Oppenrod mein Glück versuchen und dort die Top 5 anpeilen.
Mein ganzer Dank gilt natürlich meinem Team Beule-Kart aus Hagen, ohne dessen Unterstützung diese tolle Entwicklung in den letzten Rennen nicht möglich gewesen wäre.
Natürlich möchte ich an dieser Stelle auch meine Sponsoren Volksbank St Wendel und Azzurromedia Werbung & Design nicht vergessen, denn auch ohne deren Unterstützung wäre ein solch
umfangreiches Saisonprogramm in diesem Jahr nicht möglich.
WAKC in Hagen: Drittes Rennen, zweiter Pokalrang
Und es geht weiter voran: Am vergangenen Wochenende (28.-29. April) stand für mich der 2. Lauf zum Westdeutschen ADAC Kart Cup - WAKC auf dem Programm. In meinem erst dritten Rennen in der X30-Klasse konnte ich nun bereits zum zweiten Mal die Pokalränge erreichen und somit einen weiteren Schritt nach vorne machen...
Auf der Hausstrecke meines Teams Beule-Kart in Hagen/Westfalen stand der zweite Saisonlauf des WAKC 2012 auf dem Programm. Bereits beim Saisonauftakt dieser Rennserie in Kerpen konnte ich, im Übrigen bei meinem allerersten Rennen in der neuen Klasse überhaupt, mit dem 5. Platz und somit einem Pokalrang überzeugen. Dementsprechend zuversichtlich und mit neuen Erfahrungen, die ich bei den ADAC Kart Masters in Oschersleben vor zwei Wochen sammeln durfte, startete ich in die freien Trainingseinheiten, die vorab zur Rennveranstaltung stattfanden.
Schon hier zeigte sich, dass ich an diesem Wochenende zu den schnellsten Fahrern im Feld zählen würde. Gute Rundenzeiten ließen auf eine Top-10-Platzierung hoffen und somit auf ein weiteres Highlight in der Iame-X30-Kategorie, in die ich erst in dieser Saison hineingewechselt bin.
Und tatsächlich, in der zehnminütigen Qualifikation am Rennsonntag reichte es für den 7. Platz, eine aussichtsreiche Position im sehr engen 24-köpfigen Starterfeld.
Aber leider begann das 1. Rennen für mich nicht allzu gut, ich kam wegen einer nicht optimalen Vergasereinstellung schlecht weg und verlor prompt 6 Positionen. Doch wie gewohnt ließ ich mich davon nicht beeindrucken und pflügte kaltschnäuzig durchs Feld. Nach einigen sauberen Überholmanövern sah ich somit als Siebter die Zielflagge.
Aber auch im zweiten Rennen schaffte ich es nicht, den Vergaser so hinzubekommen, dass ein optimaler Start möglich gewesen wäre, dazu fehlt mir leider noch die Erfahrung in der neuen Rennklasse. Deshalb verlor ich erneut 5 Plätze und fiel zurück. Aber wie schon im ersten Rennen fuhr ich wieder nach vorne und erreichte immerhin noch den 8. Rang, welcher in der Tageswertung den 7. Gesamtplatz und somit erneut einen Platz unter den Pokalrängen bedeutete.
Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, denn ich stehe nach wie vor am Beginn meiner Lernphase in der Zweitaktklasse Iame-X30. In diesem Jahr hat für mich vorallem Priorität, Erfahrung zu sammeln und diese dann gegen Ende der Saison auszuspielen, ich ziele somit in diesem Jahr auf gute Einzelergebnisse. In diesem Sinne freue ich mich schon auf das nächste Rennen der ADAC Kart Masters in Ampfing, wie schon in Oschersleben erneut auf einer für mich noch völlig unbekannten Strecke, wo es für mich ersteinmal gilt, neue Erfahrungen aufzugreifen und das dortige Rennen in erster Linie als Trainingsmöglichkeit für den ADAC Bundesendlauf zu sehen, der im Oktober an gleicher Stelle stattfinden wird.
ADAC Kart Masters Oschersleben: Viel gelernt, aber vom Pech verfolgt
Es war sicherlich nicht mein Wochenende, aber dennoch habe ich viel gewonnen: Erfahrung.
Am vergangenen Wochenende (13.-15. April 2012) fand im sachsen-anhältischen Oschersleben der erste Lauf zum ADAC Kart Masters 2012, der größten und stärksten Kartrennserie Deutschlands, statt. Für mich bedeutete das die erste Teilnahme an einem Lizenzrennen, und sofort bekam ich gezeigt, dass es in der ranghöchsten Kartserie Deutschlands, neben der Deutschen Meisterschaft (DKM) wesentlich härter zugeht als in den anderen Rennserien. Dennoch konnte ich mich, trotz viel Pech, im Feld etablieren und verpasste die Punkteränge im zweiten Lauf nur haarscharf...
Vielversprechend startete ich am Freitag Mittag in mein erstes Wochenende im großen Lizenzsport. Die zu bewältigende Aufgabe war groß, es warteten in Oschersleben 31 größtenteils unbekannte
Gegner aus ganz Deutschland, zudem eine völlig unbekannte Strecke. Erschwert wurde das ganze noch dadurch, dass ich sowieso erst wenige Testkilometer auf dem neuen Rennmaterial zurückgelegt habe
und deshalb nur wenige Erfahrungswerte in der neuen Klasse besitze, geschweige denn umfangreiche Rennerfahrungen. Dennoch stand ich meiner Aufgabe optimistisch gegenüber, und dies konnte ich in
den freien Trainings auch bestätigen. Ich konnte mich schnell auf den Highspeed-Kurs in der Motorsportarena Oschersleben, übrigens direkt neben der berühmten DTM-Rennstrecke gelegen, einschießen
und gute Rundenzeiten erzielen. So endete der Testfreitag gut gelaunt und voller Optimismus für den folgenden Qualifikations-Samstag.
Zuerst standen hier aber noch drei weitere, diesmal offizielle freie Trainings à 10 Minuten auf dem Programm. Jedoch machte sich schon bald ein erstes Problem deutlich, ich verlor auf den langen
Gerade viel Zeit durch fehlenden Topspeed. Nach dem vermeintlichen Fund des Ursache ging ich dann auch entsprechend optimistisch ins abendliche Zeittraining, jedoch wurde der Optimismus auch hier
schnell wieder getrübt. Statt schneller, wurde ich eher immer langsamer, und so stand gerade einmal ein enttäuschender 30. Platz von 32 Startern zu Buche. Sicherlich nicht meine
Zielsetzung.
Doch wer mich kennt, weiß, dass ich mich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lasse. Ich baute auf Selbstvertrauen, ich wusste, dass ich vor allem im Rennen schon immer stark war, vorallem das
geschickte Überholen und Renntaktik gehörten schon immer zu meinen Stärken. Und genau das war die Planung fürs erste Rennen am Sonntag, das Feld von hinten aufrollen und mindestens Platz 15
einfahren, so lautete die Zielsetzung.
Mit entsprechender Motivation ging ich also ins erste Rennen, und zeigte gleich, dass vor allem beim Start mit mir zu rechnen ist.
Mit einem Raketenstart katapultierte ich mich innerhalb der ersten 2 Kurven sofort in die Top 15. Ich hielt mich aus dem Startgerangel raus, schlängelte mich über die schmutzige Außenlinie an
meinen Mitkonkurrenten vorbei und war plötzlich schon wieder bei der Musik. Aber leider hielt die Freude nicht lange, denn schon in der 3. Kurve musste ich unsanft die Segel streichen. Mehrere
Fahrer vor sich waren sich nicht einig und es kam zum Crash. Ich blieb beim Ausweichversuch mit meiner Hinterachse an der Vorderachse eines querstehenden Karts hängen, hob ab und es katapultierte
mich unsanft in die Auslaufzonen. Das Ergebnis: Krumme Hinterachse, Kette abgesprungen, Feierabend. Somit erlebte ich den 1. Lauf leider nur als Zuschauer, aber ich nahm es gelassen, denn viel zu
verlieren hatte ich nicht.
Umso größer war nun der Biss, es im zweiten Rennen etwas besser zu machen. Erneut startete ich von Platz 30, und erneut zeigte ich Willensstärke. Mit dem inzwischen üblichen Raketenstart kassierte ich sofort wieder die Hälfte des Starterfeldes, konnte allen Kollisionen aus dem Weg gehen und mich im Mittelfeld festsetzen. Auch ein zwischenzeitlicher Rennabbruch in der 5. Runde aufgrund eines Crachs brachte mich nicht aus der Ruhe, im Gegenteil, es brachte mich noch weiter nach vorne. Beim Restart fuhr ich auf Platz 12 nach vorne und zeigte fortan Zähne. Mein Ziel war es, die Position zu halten und ins Ziel zu bringen. Aber leider krachte es gegen Rennmitte im vorderen Feld erneut, aber ich konnte ausweichen. Leider verlor ich aber bei meinem Ausweichmanöver einige Positionen. Aber dennoch rettete ich noch den letztendlich zufriedenstellenden 17. Platz ins Ziel, und schrammte somit bei meinem erst zweiten Rennen in der X30-Klasse überhaupt nur knapp an den Punkten vorbei.
Trotz des vielen Pechs bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Wochenende, denn ich habe viel dazugelernt und bin mir absolut sicher, dass ich gegen Ende der Saison die Spitzenleute auf dem Podium angreifen werde. Mein Dank gilt hierbei natürlich in erste Linie meinem Team, dem Beule-Kart-Racing-Team, meinem Teamchef Achim Beule und seiner Mannschaft für die tatkräftige Hilfe und Unterstützung, sowie meinen Sponsoren ADAC Mittelrhein e.V., Azzurromedia und Volksbank St.Wendel, ohne die das alles hier garnicht erst möglich wäre.
Für mein nächstes Rennen, kommende Woche in Hagen, bin ich sehr zuversichtlich, dass dort ein erneutes Top-Ergebnis wie in Kerpen möglich ist. Auf der Haus- und Hofstrecke meines Teams findet dort der 2. Saisonlauf des Westdeutschen ADAC Kart Cup statt, ein Kurs, den ich sehr gut kenne und wo ich dieses Jahr schon einige Testkilometer zurückgelegt habe. Ich freue mich schon sehr auf nächste Woche, in diesem Sinne hoffe ich auf ein gutes Resultat.
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Saisonauftakt der ADAC Kart Masters in Oschersleben
Saisonauftakt in der Motorsportarena Oschersleben
Quelle: ADAC Motorsport ("Test und Bilder zur honorarfreien Verwendung")
In nur wenigen Tagen ist es soweit. Das ADAC Kart Masters startet in der Motorsport Arena Oschersleben (14.-15.04.) in seine neue Saison und darf sich erneut über volle Starterfeld freuen. Prominentester Stammpilot wird DTM-Star Ralf Schumacher bei den Schaltkarts sein.
Nach dem Rekordjahr 2011, präsentiert sich das ADAC Kart Masters auch diesmal als größte Kartserie Deutschlands. Insgesamt haben über 230 Piloten aus 14 Ländern ihre Einschreibung abgegeben
und sorgen für internationales Flair im Championat des zweitgrößten Automobilclubs der Welt.
Der Rennkalender ist erneut abwechslungsreich, nach sechs Rennwochenenden im abgelaufenen Jahr, werden diesmal fünf Veranstaltungen auf den Strecken in Oschersleben, Ampfing, Kerpen,
Liedolsheim und Wackersdorf ausgetragen. Begleitet werden diese wieder durch das erfahrene ADAC Kart Masters Team.
Die größten Neuerungen gibt es in der Bambini-Klasse. Seit 2012 fahren die Jüngsten im deutschen Kartsport mit wassergekühlten IAME Motoren aus Italien, die das Klassement sicherlich
durcheinander wirbeln werden. Die ersten Rennen in der Wintersaison sorgten schon für einige Überraschungen und es wird interessant, wer am Ende in der Magdeburger Börde die Nase vorne hat. Mit
zu den Favoriten, der insgesamt 30 Youngsters, zählt Max Hesse (Wernau/Solgat Motorsport). Nach seinen Titelgewinnen in 2010 und 2011, peilt er nun den Hattrick an und würde damit ADAC Kart
Masters Geschichte schreiben.
Erneut die größte Gruppe sind die Nachwuchspiloten der Kategorie KF3 mit insgesamt 51 Einschreibungen. Das verspricht bereits Spannung und Abwechslung in den Vorläufen am Samstag. Denn nur
die besten 34 Fahrer erhalten die Chance auf Meisterschaftspunkte in den Finalrennen am Sonntag. Schon im Vorhinein einen Favoritenkreis auszumachen ist fast unmöglich. Neben den Routiniers,
werden auch die Bambiniaufsteiger versuchen auf Anhieb zu überzeugen.
Ebenfalls mit großer Spannung werden die Rennen der Klasse IAME X30 und IAME X30 Junioren erwartet. Nach der Einführung im vergangenen Jahr, erleben diese einen sehr starken
Teilnehmerzuwachs und starten in Oschersleben mit jeweils vollen Feldern (34 Teilnehmer) in das Meisterschaftsgeschehen. Für die Junioren musste sogar eine Warteliste eingerichtet werden. Im
vergangenen Jahr fuhren Luca Walter (IAME X30 Junioren) und Patrick Meister (IAME X30) die Titel ein. Während Meister den Aufstieg in den Automobilrennsport schaffte, wird Walter bei den Senioren
antreten und versuchen seinen Erfolg zu wiederholen.
Mit 19 respektive 38 Einschreibungen, sind die Klassen KZ2 und KF2 wieder ordentlich besetzt. Erneut sind einige hochrangige Namen am Start, allen voran der Ex-Formel 1 und aktuelle DTM
Mercedes-Benz-Werkspilot Ralf Schumacher, der seine Teilnahme bei den Getriebekarts zugesagt hat. Erst vor wenigen Wochen gab es die einzige Neuerung für die Kategorien, ab Oschersleben starten
beide Klassen auf Bridgestone Reifen.
Der Startschuss für die Auftaktveranstaltung fällt schon am Freitagmorgen (13.04.) mit den freien Trainings für alle sechs Klassen. Zum ersten Aufeinandertreffen kommt es am Samstag
(14.04.) im Zeittraining und den ersten Vorläufen, sonntags (15.04.) werden dann in zwölf Finalrennen die ersten Meisterschaftspunkte des Jahres vergeben.
Kerpen: Blitzsauberer Saisonauftakt im Erftland
Einstand nach Maß: Mein erstes Saisonrennen in der neuen Rennklasse hätte für mich kaum besser verlaufen können. Am vergangenen Wochenende (31.03.-01.04.) stand der erste Saisonlauf des
Westdeutschen ADAC Kart Cup auf dem Programm und ich konnte sofort mit guten Rundenzeiten und einem Platz unter den Pokalrängen beeindrucken.
Ungewiss startete für mich das erste Rennwochenende des Jahres 2012, denn ich wusste nicht, wo ich leistungstechnisch im Vergleich zur Konkurrenz stehen würde. Noch befinde ich mich im
Lernprozess, denn die Trainingszeit vor der Saison war nicht besonders lang und ich hatte demzufolge nur wenig Zeit, mich auf das neue Material und vor allem auf den fast doppelt so starken Motor
einzustellen. Nichtsdestotrotz setzte ich mir eine Platzierung unter den Top 10 zum Ziel, aber immer im unter dem Bewusstsein, dass die Erfüllung dieses Ziel angesichts der weitgehend gestandenen
Konkurrenz schwer werden würde. Vorrang hatte für mich vor allem, sauber durchzukommen und die Zielflagge zu sehen, um möglichst viel Erfahrung mitnehmen zu können.
Erstmals ging es Samstagmorgen auf die Strecke. Hier zeichneten sich aber schon die ersten Probleme mit den äußerst kurzlebigen Dunlop-Reifen ab, schon nach 3 Turns à 10 Minuten waren die Hinterreifen kaputt und ich musste Änderungen an Setup sowie meinem (wilden J) Fahrstil vornehmen. Am Ende des Tages standen allerdings gute Rundenzeiten zu Buche, die für den Rennsonntag vorerst gutes verlauten ließen.
Sonntagmorgen ging es dann ins freie Training. Hier konnte ich trotz meiner völlig ausgelutschten Reifen noch den guten 9. Platz erzielen, womit ich vorerst einmal zufrieden war. Zum Zeittraining
wurde dann ein neuer Satz Reifen montiert, es wurden noch ein paar Setupänderungen vorgenommen und ich ging dann ganz entspannt in die zehnminütige Qualifikationssession. Nicht überraschend
sprang dort ein guter 8. Platz heraus, womit ich für das erste Rennen eine gute Ausgangsbasis hatte, in den Kampf um die Pokalränge einzugreifen.
Der Start ins erste Rennen gelang mir gut, schon nach wenigen Kurven konnte ich mich bis auf Platz 5 nach vorne kämpfen und den Anschluss nach ganz vorne herstellen. Leider wurde ich einige
Runden später im Gerangel von einem Mitkonkurrenten in der „Mutkurve“, einem schnellen 90°-Linksknick, etwas ins Abseits befördert, doch ich konnte mein Kart im Kiesbett wieder abfangen und mich
im Mittelfeld einsortieren. Bis zum Ende des Rennens konnte ich mich so wieder auf Platz 7 nach vorne schieben, womit ich, trotz des kurzen Ausflugs ins Kiesbett, ganz zufrieden war.
Im 2. Lauf gelang mir dann direkt nach dem Start ein wahrer Husarenritt, schon nach 3 Kurven lag ich auf Platz 4 und konnte Druck auf die Spitzenleute ausüben. Rundenlang bedrängte ich die Fahrer
vor mir, musste aber gleichzeitig auf die Fahrer hinter mir aufpassen. Gegen Rennmitte musste ich allerdings vorsichtiger zu Werke gehen, da meine Reifen langsam anfingen abzubauen, ich musste 2
Konkurrenten ziehen lassen, brachte aber trotzdem einen souveränen 6. Platz ins Ziel.
In der Tageswertung bedeutete dies für mich einen fantastischen 5. Platz unter 20 gestarteten Teilnehmern in meiner Klasse, also einen Platz unter den Pokalrängen. Es war mein allererstes Rennen
in einer Zweitakterklasse überhaupt, in Anbetracht dieser Tatsache finde ich, kann ich auf dieses Ergebnis mehr als nur stolz sein. Sicherlich dürfte es beim nächsten Rennen der ADAC Kart Masters
in Oschersleben wesentlich schwieriger sein, einen Platz im ersten Viertel zu erreichen, da dort die besten Piloten aus ganz Deutschland aufeinandertreffen. Aber dennoch denke ich, die erste
Hälfte unter den voraussichtlich 34 Startern dürfte möglich sein. In diesem Sinne hoffe ich, dass sich dieser positive Trend in Zukunft fortsetzen wird.
Mein besonderer Dank gilt meinem Team, dem Beule-Kart-Racing-Team aus Hagen, für die tatkräftige Unterstützung, sowie meinen zahlreichen Sponsoren, unter denen besonders die Volksbank St.Wendel zu nennen ist, denn ohne deren Unterstützung wäre ein solch umfangreiches Saisonprogramm in diesem Jahr nicht realisierbar.
Lehrreiches Testwochenende in Hagen
Erste Testfahrten der Saison mit dem neuen Motor
Am vergangenen Wochenende (18.-19. Februar) standen die ersten Testfahrten der Saison 2012 mit dem neuen X30-Motor an. Unter Aprilwetter-Bedingungen stand die Montage des neuen Motors sowie erste Testfahrten an.
Bereits am Samstagmorgen angereist, stand zuerst einmal die Montage des X30-Motors an. Mein Vorhaben war es, den gebrauchten Motor, den ich als Trainingsmotor erworben habe, auf meinem ehemaligen World Formula Chassi zu montieren und dieses Paket künftig als Trainingsmaterial zu nutzen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich, mit der tatkräftigen Unterstützung der genialen Mannschaft von Joachim Beule, der nochmals sehr gedankt sei, am frühen Abend erstmals auf die Strecke gehen. Unter nassen Bedingungen absolvierte ich meine ersten Proberunden und fand mich auch gleich gut zurecht. Die Rundenzeiten passten auf Anhieb und somit konnte ich mich ganz entspannt auf den Sonntag vorbereiten.
Sonntag Morgen ging es dann erneut auf die Strecke. Die Sonne sorgte dann auch schließlich dafür, dass es langsam trockener wurde, und auch die Rundenzeiten wurden immer besser. So absolvierte ich Runde um Runde und konnte am Ende des Tages auf ein umfangreiches Programm und gute Zeiten zurückblicken. Dementsprechend war ich mit dem Ergebnis des Wochenendes sehr zufrieden und kann nun auf die kommenden Testtage, die ich wohl vorwiegend in Hahn/Hunsrück bestreiten werde, vorausblicken.
Im März werde ich erneut in Hagen sein, um das ganz neue Rennmaterial für die neue Saison abzuholen. Wie bereits erwähnt, werde ich künftig für das Beule-Kart-Racing-Team aus Hagen an den Start
gehen, und dementsprechend weiterhin auf das PCR-Chassi setzen. Auch die Wahl des Modells ist bereits gefallen, so werde ich das neu homologierte "Super-Strillo" fahren.
Weitere Informationen zu dem Chassimodell findet Ihr auf:
Bilder aus Hagen - bitte auf das entsprechende Foto klicken!
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Andreas Kilian
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